16.02.2018
Fisch und Politik

Fisch und Politik

Aiwanger sprach bei Ergoldinger FW-Fischessen

Ergolding. Die Freien Wähler Ergolding traffen sich kürzlich zum traditionellen Fischessen im Gasthaus Proske. Zunächst stellte sich der frischgewählte Bezirkstags-Direktkandidat, Alfred Holzner, vor. Der 48jährige bringt mit seinen gut 10 Jahren Erfahrung als erster Bürgermeister der Stadt Rottenburg a. d. Laaber, sowie als Bürgermeistersprecher der 35 Landkreis-Gemeinden, wie auch als Fraktionssprecher der FW-Kreisräte eine Menge an Erfahrung mit. Was für eine verantwortungsvolle Aufgabe ein Bezirksrat hat, stellte Holzner in seinen Ausführungen dar, er bedauert jedoch: „Leider nimmt man die Aufgaben des Bezirks in der Öffentlichkeit wenig wahr“. Denn rund 90% der Bezirksausgaben fließen in den sozialen Bereich und unterstützt hier in erster Linie Menschen, die kaum oder keine Lobby haben. Obwohl die Wirtschaft brummt und wir wenig Arbeitslose haben, gibt es diese Kehrseite: jeder 5. In diesem Land ist auf soziale Unterstützung angewiesen, insbesondere ältere Mitbürger/innen sind betroffen, wobei die Dunkelziffer sicher noch um einiges Höher ist. „Leider sind nicht alle auf der Sonnenseite“ so Holzner.

„Vor Ort vernünftige Politik machen und diese nach oben tragen ist ein Markenzeichen der FW“ so führte Aiwanger in seinen Vortrag ein. Die FW-Landtagsfraktion stelle sich gerade im sozialen Bereich die Frage: „Was ist wichtig, dass eine Gesellschaft funktioniert?“ Da muss man schon bei der Geburt anfangen und sich hier mit dem Thema Hebammen/-mangel auseinandersetzen. „Ein Drama, dass die große Politik das nicht zustande bringt“. Dazu kommt, dass immer mehr Geburtskliniken schließen. Zudem befürwortet der Bundes- und Landesvorsitzende der FW, den Studienzugang für Ärzte zu erleichtern. „Bei Ärzten zählt nicht nur das theoretische Können“.

Schwer im Magen liegen dem Landtagsabgeordneten die hohen Kosten vieler Eltern für die Unterbringung in der Krippen.  Auch bei der Bildung ist noch einiges zu tun. Dabei blickte er auf die Abschaffung der Studiengebühren zurück: „Studieren soll, wer das Zeug dazu hat, nicht nur der, der das Geld dafür hat!“ Ein Meilenstein, den Aiwanger bei diesem Themenblock ebenfalls anschnitt war die Rückkehr zum G9, die die FW erfolgreich angestoßen haben. An der Zeit ist es nun, endlich den Lehrermangel anzugehen. Dazu zählt natürlich eine gerechte Bezahlung. Auch hier trifft es wieder überwiegend Frauen, die in den sozialen Berufen einfach sehr stark vertreten sind. Unsere Kinder sollen vernünftig lernen können.

Aiwanger ging zuletzt noch auf die Stromtrasse und den Konverterstandort ein und dankte für die große Unterstützung bei der Unterschriftensammlung zum Volksbegehren Abschaffung der Straßenausbaubeiträge.